Workshop

Gregorianik: Die Wiege der abendländischen Musik

14. September 2019, 14:00 bis 15:30 Uhr

Hannover Congress Centrum | Raum 11/13

Heute bezeichnet man mit Gregorianik die liturgischen Gesänge der katholischen Kirche. Das ist jedoch nur verkürzt und unvollständig dargestellt, denn tatsächlich ist die Gregorianik der Beginn der abendländischen Musikentwicklung. Die Grundlage des gregorianischen Gesangs ist die Psalmodie, das liturgische Rezitativ. Andere wichtige Liedformen sind beispielsweise Antiphone und Responsorien. Die Musik basiert auf den acht Modi (Kirchentonarten) und der phythagoräischen Stimmung. Die Gesänge wurden seit dem neunten Jahrhundert mit der Hilfe von Neumen festgehalten, allerdings noch ohne Notenlinien. Diese kamen erst im elften Jahrhundert durch Guido de Arezzo hinzu. Ganz zu Beginn wurde das gesamte Repertoire der Gregorianik mündlich tradiert. Und genau hier will der Workshop ansetzen. Ohne die komplexe Welt der Neumen zu studieren, sollen die TeilnehmerInnen den gregorianischen Gesang so erlernen wie die Mönche und Nonnen des Mittelalters: über das Ohr. Unter der Leitung der „Magistra“ Maria Jonas nähert man sich dem Gesang durch Vor- und Nachsingen und durch wiederholtes gemeinsames Üben. Alle sind zum Mitsingen eingeladen, Vorkenntnisse sind nicht notwendig.

Dozent/en

  • Maria Jonas

    Die Sängerin Maria Jonas ist eine der kreativsten und vielseitigsten Persönlichkeiten Kölns. Sie ist als Solistin sowie in ihren Ensembles Ars Choralis Coeln (Frauenschola), Ala Aurea (Ensemble für mittelalterliche Musik) und Sanstierce (Trio für modale Improvisation) zu erleben. Darum umschreibt der Begriff „Trobairitz“ ihr Wirken besser als die übliche Bezeichnung Sängerin. Die Trobairitzen waren das weibliche Gegenstück zu den Trobadors im 11. bis 13. Jahrhundert im südlichen Frankreich. Das Wort stammt ab vom okzitanischen Wort „trobar“: finden, erfinden.

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