Workshop

Out of the Box – Werke von Friedrich Jaecker als Beispiel für herausfordernde Chormusik

14. September 2019, 14:00 bis 15:30 Uhr

Hannover Congress Centrum | Roter Saal

Die originellen Chorwerke Friedrich Jaeckers bieten ungewöhnliche Herausforderungen. In diesem Workshop werden drei von ihnen vorgestellt: „Harry’s Dream“, „in uns“ sowie „Totenbuch“. Der Komponist selbst zeigt dabei Ansätze und Hintergründe seiner Werke auf. Gemeinsam mit Michael Ostrzyga und dem Kammerchor der Universität zu Köln, die „Totenbuch“ in Auftrag gegeben und uraufgeführt sowie „Harry’s Dream“ für das New Yorker Label mode records auf CD aufgenommen haben, demonstriert Jaecker seine Klangwelten und Neuerfindungen des Klangkörpers. Hierbei werden Chorkonstellation und Aufführungspraxis neu definiert und weiten sich Horizonte und Fertigkeiten in mehrerlei Hinsicht. Hinterfragt wird damit auch die etablierte, konventionellere (neue) Chormusik. Auch Analogien zu gesellschaftlichen Fragestellungen werden diskutiert. Im Kurs zeigt Michael Ostrzyga exemplarisch Methoden und Strategien auf, um an herausfordernde Stücke heran zu führen. Chor, Komponist und Dirigent diskutieren gemeinsam mit den TeilnehmerInnen über Relevanz, Schwierigkeiten und Chancen neuer Chormusik.

Dozent/en

  • Friedrich Jaecker

    Friedrich Jaecker (*1950 in Soest) begann nach dem Abitur 1969 ein Studium an der Hochschule für Musik Detmold (Komposition, Musiktheorie, Klavier, Schulmusik, Musikwissenschaft), das er 1975 abschloss. Von 1975 bis 1977 studierte er Komposition bei György Ligeti an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg und absolvierte zugleich musikwissenschaftliche Studien an der Universität Hamburg. Seit 1977 arbeitete er als Dozent und seit 1980 als Professor für Tonsatz an der Hochschule für Musik und Tanz Köln.

  • Michael Ostrzyga

    Michael Ostrzyga, Kölner Universitätsmusikdirektor, erhielt Kompositionsaufträge unter anderem vom Schleswig-Holstein Musik Festival, vom Harvard Summer Chorus und von Kamēr... (Lettland). Er hat unter anderem mit den Bochumer Symphonikern, den Kölner Vokalsolisten und dem Boston Modern Orchestra Project zusammengearbeitet und auch zahlreiche Werke uraufgeführt, unter anderem von Manfred Trojahn, Michael Gees und Martin Herchenröder. Seine Vervollständigung von Mozarts Requiem, 2017 in Harvard vorgestellt, wurde 2019 beim Rheingau Musik Festival vom Concerto Köln und Chorwerk Ruhr unter der Leitung von Florian Helgath aufgeführt. Im Dezember 2017 wurde sein abendfüllendes „Puer natus est“ vom Monteverdichor Würzburg und der Jenaer Philharmonie uraufgeführt.

Ensemble/s

  • Kammerchor der Universität zu Köln

    Der Kammerchor der Universität zu Köln vereint Studierende und Alumni aller Fakultäten der Universität. Das Repertoire reicht von mittelalterlichen Gesängen bis hin zur Musik der Gegenwart. Musik des 20. und 21. Jahrhunderts (einschließlich zahlreicher Uraufführungen) und kleiner besetzte oratorische Werke nehmen einen besonderen Stellenwert ein. Das Ensemble wurde unter anderem eingeladen zu den Brühler Schlosskonzerten, zum renommierten Neue Musik Festival „Acht Brücken“, zu Mitwirkungen in der „heute-Show“ sowie kürzlich engagiert für „Harry Potter und der Gefangene von Askaban – Live in Concert“. Konzertreisen führten an die Ost- und Westküste der USA, nach Mailand und Prag. In Hannovers Neustädter Hof- und Stadtkirche war der Chor zuletzt 2013 unter anderem mit Frank Martins „Messe für Doppelchor“ zu Gast.

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