Workshop

Mozarts Requiem in der Edition von Michael Ostrzyga

14. September 2019, 16:30 bis 18:00 Uhr

Hannover Congress Centrum | Raum 4

Michael Ostrzyga hat sich intensiv mit Mozarts Tonsatz und Requiem auseinandergesetzt und stellt im Kurs zwei Fassungen mit Fokus auf einen neuen Ansatz vor. Zum einen die synoptische Ausgabe des Fragments mit der Süßmayr-Ergänzung, zum anderen seine neue Edition, bei der man wiederum zwischen zwei Versionen wählen kann. Die erste Version ist puristisch angelegt und basiert auf unzweifelhafter Primärsubstanz Mozarts. Die zweite Version besteht aus einer neuen Vervollständigung, die sich aus anderen Handschriften herauskristallisiert und basierend auf allen verfügbaren Quellen für Mozart Ende 1791 wahrscheinlich ist, mit optionalen Ergänzungs- und Alternativsätzen. Dem Phänomen „Mozart Requiem“ wird so mit einer Ausgabe Rechnung getragen, die interessanterweise auch Züge etwa einer Messias- oder Johannespassion-Ausgabe aufweist. Erstmals liegt ein Versuch vor, der dem Tonsatz Mozarts konsequent folgt und sich damit von allen bisherigen Arbeiten absetzt, die insbesondere vom Stil Mozarts im Jahr 1791 abweichen (beispielsweise in formaler Disposition, Tessitur, Kontrapunktik). Ostrzyga skizziert in diesem Workshop den Stand der Forschung, nimmt eine positive Neubewertung von Süßmayr vor, erläutert und begründet seine Lösungen und vergleicht auch andere Fassungen.

Dozent/en

  • Michael Ostrzyga

    Michael Ostrzyga, Kölner Universitätsmusikdirektor, erhielt Kompositionsaufträge unter anderem vom Schleswig-Holstein Musik Festival, vom Harvard Summer Chorus und von Kamēr... (Lettland). Er hat unter anderem mit den Bochumer Symphonikern, den Kölner Vokalsolisten und dem Boston Modern Orchestra Project zusammengearbeitet und auch zahlreiche Werke uraufgeführt, unter anderem von Manfred Trojahn, Michael Gees und Martin Herchenröder. Seine Vervollständigung von Mozarts Requiem, 2017 in Harvard vorgestellt, wurde 2019 beim Rheingau Musik Festival vom Concerto Köln und Chorwerk Ruhr unter der Leitung von Florian Helgath aufgeführt. Im Dezember 2017 wurde sein abendfüllendes „Puer natus est“ vom Monteverdichor Würzburg und der Jenaer Philharmonie uraufgeführt.

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