Konzert

Heinrich Schütz: Die Reformation der deutschen Musik

14. September 2017, 19:30 bis 20:30 Uhr

St. Marien

Dresdner Kammerchor
Beate Röllecke, Orgel
Matthias Müller, Violone
Magnus Andersson, Theorbe
Leitung: Hans-Christoph Rademann

Der Dresdner Kammerchor und Hans-Christoph Rademann spannen in ihrem Konzert den Bogen über das Lebenswerk Henrich Schütz‘ und zeigen so die Entfaltung der kompositorischen Kunst des „Sagittarius“ von den Anfängen bis zur vollendeten Reife. Schütz gilt nicht nur als der Vater der deutschen protestantischen Musik, sondern als der erste deutsche Komponist von europäischem Rang. Seine Chorwerke zeigen ihn als musikalischen Theologen mit Tiefsinn und Sinnlichkeit: Begonnen bei den „Italienischen Madrigalen“ von 1611 bis hin zu seiner „Geistlichen Chor-Music“ von 1648 schuf und perfektionierte er subtile Spielarten der musikalischen Textausdeutung und überwältigende Raummusiken, die auch Bach und Mendelssohn faszinierten und inspirierten.

Programm:

Heinrich Schütz (1585-1672):

Aus Primo libro de madrigali (1611):
O primavera (SWV 1)
Vasto mar (SWV 19)

Aus Psalmen Davids (1619):
Singet dem Herrn ein neues Lied (SWV 35)
Wie lieblich sind deine Wohnungen (SWV 29)
Aus der Tiefe ruf ich, Herr, zu Dir (SWV 25)
Warum toben die Heiden (SWV 23)

Aus Beckerscher Psalter (1628/61):
Der Herr ist mein getreuer Hirt (SWV 120)
Lobt Gott in seinem Heiligtum (SWV 255/256)

Aus Cantiones Sacrae (1625):
Cantate Domino canticum novum (SWV81)
Veni, rogo, in cor meum (SWV 83)

Aus Kleine Geistliche Konzerte (1636/38):
Siehe, mein Fürsprecher ist Himmel (SWV 304)
Was betrübst Du dich, meine Seele (SWV 335)

Aus Geistliche Chor-Music (1648):
Herr, auf Dich traue ich (SWV 377)
Verleih uns Frieden gnädiglich (SWV 372)
Gib unsern Fürsten (SWV 373)

Aus 12 Geistliche Gesänge (1657):
Dank sagen wir Gott, unserm Herrn (SWV 425)

Mit freundlicher Unterstützung vom Carus-Verlag.

Dieses Konzert wird von Deutschlandfunk Kultur (unter Produktionshilfe des WDR) mitgeschnitten.

Karten (erhältlich an der Abendkasse): 10 Euro | ermäßigt 5 Euro
Für chor.com-FachteilnehmerInnen sind die Konzerteintritte im Fachteilnehmerticket enthalten.

 

Ensemble/s

  • Dresdner Kammerchor

    Mit seiner einzigartigen Klangkultur hat sich der Dresdner Kammerchor seit seiner Gründung 1985 unter seinem Künstlerischen Leiter Hans-Christoph Rademann ein internationales Renommee erarbeitet. Insbesondere konnte sich der Chor als hervorragendes Spezialensemble für die Musik von Heinrich Schütz etablieren. Für seine Einspielung der „Johannes-Passion“ von Schütz wurden der Dresdner Kammerchor und Hans-Christoph Rademann im November 2016 mit dem Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Neben der Alten Musik ist das Ensemble auch im romantischen und modernen A-cappella-Repertoire zuhause; regelmäßig stehen Uraufführungen auf dem Programm. Der Dresdner Kammerchor gastiert in Musikzentren und bei Festivals in ganz Europa, Tourneen führten die Sänger nach Indien, Taiwan, Mexiko und Südamerika. Die Zusammenarbeit mit bedeutenden Orchestern und Dirigenten unterstreicht dabei das Ansehen des Chores.

Leitung

  • Hans-Christoph Rademann

    Prof. Hans-Christoph Rademann ist Gründer und Leiter des Dresdner Kammerchores, mit dem er seit 2011 an der hochgelobten Gesamteinspielung aller Werke von Heinrich Schütz arbeitet, sowie Leiter der Internationalen Bachakademie Stuttgart. Seit 2000 ist er Professor für Chorleitung an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden. Der international gefragte Chorklangspezialist war fünf Jahre lang Chefdirigent des NDR Chores und acht Jahre Chefdirigent des RIAS Kammerchores. Mit Konzerten auf der ganzen Welt und zahlreichen preisgekrönten CD-Einspielungen sind seine Interpretationen barocker Vokalmusik stilbildend geworden für eine historisch informierte, zeitgemäße Aufführungspraxis. Auch in seiner Arbeit mit romantischen und zeitgenössischen Werken hat er klanglich wie interpretatorisch Maßstäbe gesetzt.

Künstler

  • Beate Röllecke

    Beate Röllecke ist seit Jahren eine gefragte Continuistin und Solistin. Sie gastierte in ganz Europa und Japan und wirkte bei zahlreichen Fernseh-, CD- und Rundfunkproduktionen mit. Ihr Schwerpunkt ist die Alte Musik und deren Aufführungspraxis. Die Arbeit mit zahlreichen renommierten Ensembles und Orchestern, darunter das Philharmonische Staatsorchester Bremen, Harp Consort, die Deutsche Kammerphilharmonie und Weser Renaissance, sowie Dirigenten wie Giovanni Antonini, Daniel Harding, Thomas Hengelbrock, Pavo Järvi und Ludger Rémy markieren bedeutende Stationen auf dem Weg der Künstlerin wie auch ihre Konzerte mit Emma Kirkby oder Andreas Staier. Darüber hinaus ist Beate Röllecke Dozentin an der Hochschule für Künste in Bremen und vertrat von 2000 bis 2004 an der Folkwang Hochschule in Essen die Cembaloprofessur.

  • Matthias Müller

    Matthias Müller lebt als freischaffender Musiker in Freiburg im Breisgau. Seit Ende seines Studiums bei Ekkehard Weber an der Freiburger Musikhochschule geht er einer ausgiebigen, internationalen Konzerttätigkeit nach und wirkte bei vielen CD-Produktionen mit. Sein Instrumentarium umfasst die gesamte Gambenfamilie, einschließlich verschiedener Violonetypen und der Lyra da gamba. Seit dem Jahr 2000 ist er fest mit dem Ensemble Cantus Cölln verbunden und arbeitet darüber hinaus mit verschiedenen anderen renommierten Ensembles und Dirigenten zusammen.

  • Magnus Andersson

    Magnus Andersson studierte an der Königlichen Hochschule für Musik in Stockholm sowie bei Nigel North an der Indiana University in Bloomington, USA. International tritt er auf als Kammermusiker und Basso-Continuo-Spezialist mit verschiedenen Barockensembles (wie mit der Akademie für Alte Musik Berlin, dem Elbipolis Barockorchester, der Gaechinger Cantorey oder dem Ensemble Polyharmonique), an verschiedenen Opernhäusern sowie als Solist mit Schwerpunkt auf dem Lauten-Repertoire des 16. bis 18. Jahrhunderts. 2017 gastiert Magnus Andersson unter anderem bei folgenden Festivals: Oude Muziek Utrecht, Heidelberger Frühling, Internationale Barocktage Melk, Händel-Festspiele Halle, Internationale Orgeltage Nürnberg und Musikfestspiele Potsdam Sanssouci.

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