Chöre haben wie kein anderes musikalisches Ensemble das Potenzial, eine große Vielfalt von Menschen zusammenzuführen und Musik mit vergleichsweise geringem Aufwand in alle Teile der Gesellschaft zu bringen. Im Vortrag werden persönliche Erfahrungen, Methodiken und musikalisches Material aus zwei Projekten in den USA vorgestellt, in denen Studierende durch Chorsingen mit Gemeinschaften in Kontakt kamen, zu denen es vorher in ihrem Leben kaum Berührungspunkte gab. Sie zeigt aus Sicht der Studierenden, wie durch gemeinsames Singen in einem Gefängnis im Mittleren Westen sowie in einem Stadtviertel von Los Angeles, das stark von Obdachlosigkeit geprägt ist, Barrieren überwunden und Wege für ein tieferes Verständnis von soziokulturellen Herausforderungen unserer Zeit geebnet werden konnten.