Reading Session
Die Renaissance der Synagogenmusik – Neuedition eines verschollenen Kulturerbes
04.10.2026  | 09:00 Uhr
Volkshochschule Leipzig | Aula

Themenschwerpunkte:
Gemischter Chor
 |
Gesellschaftlicher Diskurs
 |
Interkulturelles Arbeiten
 |
Fokus "Building Bridges"
 |

In dieser Reading Session werden ausgewählte Stücke aus der neu erschienenen Sammlung „Hashivenu“ der Edition Peters präsentiert, die die beeindruckende Vielfalt synagogaler Musik widerspiegelt. Als erste wissenschaftlich-praktische Ausgabe ihrer Art macht „Hashivenu“ die Kompositionen in einer modernen, benutzerfreundlichen Form wieder zugänglich und aufführbar – und baut so eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Tradition und heutiger Chormusik. Die Herausgeber Assaf Levitin und Amnon Seelig geben den Teilnehmenden einen umfassenden Einblick in das Repertoire jüdischer Synagogalmusik und deren kulturhistorische Bedeutung.

In Kooperation mit Edition Peters/Faber Music.



MITWIRKENDE

Die Renaissance der Synagogenmusik – Neuedition eines verschollenen Kulturerbes
Assaf Levitin

Assaf Levitin ist Kantor im egalitärischen Minjan der jüdischen Gemeinde Stuttgart. Ursprünglich aus Israel stammend, begann er seine musikalische Entwicklung in den Fächern Schlagzeug, Saxophon und Klarinette, sang im Rinat National Choir of Israel und schloss sein Studium mit einer Arbeit über Alberto Hemsi ab. Seit 2014 ist er mit seinem Ensemble Die Drei Kantoren Teil des offiziellen Kulturprogramms des Zentralrats der Juden in Deutschland. Im Jahr 2017 gründete er das Kolot Vocal Quintet, ein Ensemble für jüdische und israelische Musik, dessen Repertoire auf seinen eigenen Arrangements basiert. Für die Edition Peters ist er Herausgeber der Edition Hashivenu, einer Reihe synagogaler Musik aus Deutschland in der Zeit 1838-1938.

Die Renaissance der Synagogenmusik – Neuedition eines verschollenen Kulturerbes
Amnon Seelig

Amnon Seelig ist Kantor der Jüdischen Gemeinde in Mannheim, zuvor bekleidete er das gleiche Amt in Berlin und Düsseldorf. Er studierte an der Jerusalem Academy of Music and Dance sowie an der Hochschule für Musik Karlsruhe. Als Gastkantor und Solist trat er in zahlreichen Synagogen in Deutschland und Israel auf. Er ist Mitglied mehrerer Vokalensembles und war zwischen 2013 und 2021 Gründungsmitglied des Gesangstrios Die Drei Kantoren. Zudem ist er Gründungsmitglied des Ensembles Q5: Das Mannheimer Vokalquintett. Seit 2022 ist er erster Vorsitzender des Verbandes Jüdischer Kantoren e. V. Er unterrichtete am Abraham-Geiger-Kolleg und am Louis-Lewandowski-Seminar für Kantorenausbildung in Potsdam.