Workshop
Erinnerung singen – Repertoire zwischen Geschichte und Gegenwart
03.10.2026  | 14:15 Uhr
Volkshochschule Leipzig | Raum 206

Themenschwerpunkte:
Gesellschaftlicher Diskurs
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Fokus "Building Bridges"
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Welche Spuren hinterlassen Biografien von Komponist:innen, die eng mit dem Nationalsozialismus verbunden waren? Und wie kritisch blicken wir auf Lieder, die scheinbar unverdächtig wirken, deren Texte aber problematische Botschaften tragen, wie etwa „Bald nun ist Weihnachtszeit“ oder „Hohe Nacht der klaren Sterne“? Der Workshop von Musikwissenschaftlerin Anna Schaefer zeigt, wie eng Musik und Ideologie verflochten sein können, und lädt die Teilnehmen dazu ein, aktiv auch vermeintlich „neutrales“ Repertoire aufmerksam zu befragen. Ziel ist es, textliche und musikalische Mechanismen bewusst wahrzunehmen und das eigene Repertoire mit offenem, fragendem Blick zu betrachten.



MITWIRKENDE

Erinnerung singen – Repertoire zwischen Geschichte und Gegenwart
Anna Schaefer

Anna Schaefer ist Musikwissenschaftlerin an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Sie forscht unter anderem zur Musik-, Vereins- und Erinnerungskultur im Nationalsozialismus, insbesondere zu Chorkultur und ihrer Funktion innerhalb der NS-Volksgemeinschaft. Ihre Promotion widmete sich dem Deutschen Sängerbund in Mitteldeutschland. Sie arbeitet zu sozialen Praktiken, Emotionsgeschichte und Aushandlungsprozessen innerhalb lokaler musikalischer Gemeinschaften.