Workshop
Gregorianik – Singen nach Neumennotationen des 10. und 11. Jahrhunderts
01.10.2026  | 14:15 Uhr
Kongresshalle am Zoo | Lessing-Saal

Themenschwerpunkte:
Alte Musik
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Geistliche Musik
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Vokalensemble
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In diesem Workshop werden praktische Singübungen zu Gregorianischen Chorälen des Mittelalters durchgeführt. Die Gregorianik ist die musikalische Basis der europäischen Musikkultur und seit dem 10. Jahrhundert schriftlich überliefert. Ihre Melodien sind der Ausgangspunkt für viele spätere Kompositionen und können neue Ideen und Konzertformate unterstützen. Nach einem einleitenden Kurzvortrag über die Neumennotation mit den komplexen graphischen Zeichen und Buchstaben werden kurze Melodien einstudiert. Dann haben die Teilnehmer:innen die Möglichkeit, Grundlagen der Cheironomie zu erlernen und anzuwenden. Auch die acht Kirchen- und Psalmtonarten sollen im Workshop gemeinsam zum Klingen gebracht werden. 



MITWIRKENDE

Gregorianik – Singen nach Neumennotationen des 10. und 11. Jahrhunderts
Burkard Wehner

Burkard Wehner absolvierte ein Studium der Germanistik und Theologie an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Zudem studierte er Vokalmusik des Mittelalters und der Renaissance und Musikwissenschaft am Brabant Konservatorium in Tilburg (Niederlande). Er ist musikalischer Berater für zahlreiche Ensembles mittelalterlicher Musik, lehrt im Bereich der Musiksoziologie an der Humboldt-Universität Berlin und gibt Workshops und Seminare zu Interpretation und Aufführungspraxis der Vokalmusik des Mittelalters. 2008 übernahm er die Regiearbeit für die Barockoper „Zenobia“ von Tommaso Albinoni für die syrische Nationaloper Damaskus im Rahmen der Kulturhauptstadt Damaskus 2008. Umfangreiche wissenschaftliche Tätigkeiten im Bereich der Quellenforschung mittelalterlicher Musikhandschriften gehören ebenso zu seinem Profil wie solistische Auftritte als Sänger bei zahlreichen internationalen Festivals.