Half my Voice is Human
02.10.2026  | 21:00 Uhr
Philippuskirche

Sjaella

In ihrem Konzert verbinden die Sängerinnen von Sjaella Alte mit zeitgenössischer Musik und ziehen die Zuhörer:innen mit Stimmen und Bewegungen in ihren Bann. Sie lassen die Natur hörbar werden: In Caroline Shaws „Dolce cantavi“ sprechen die Vögel in farbenreichen Lauten, im minimalistischen „Crystallized“ von Meredi kommunizieren Eis und Wasser knackend und gurgelnd miteinander und die Jahreszeiten treten in Henry Purcells Semioper „The Fairy Queen“ in einen barocken Wettstreit. Herzstück des Programms ist das nachdenklich stimmende, 2025 uraufgeführte Werk „What Would Circe Do?“ des australischen Komponisten Wally Gunn mit einem Libretto von Sjaella Altistin Felicitas Erben. Circe, die griechische Göttin und Pflanzenalchemistin  mit menschlicher Stimme, wird um Rat gefragt: Wie findet das Wesentliche in unser verstummtes Herz zurück? Mit Klang und körperlichem Ausdruck lenkt Sjaella den Blick auf die Kraft der Natur.
 

Programm:
Henry Purcell (1659–1695), arr. Sjaella: A Bird’s Prelude (aus: The Fairy 
Queen)
Clément Janequin (ca. 1485–1558), arr. Susanne Blache (*1962): Le Rossignol (aus: Le chant des oiseaux)
Caroline Shaw (*1982): Dolce cantavi
Henry Purcell (1659–1695), arr. Gregor Meyer (*1979): Thus the ever grateful spring (Spring), Here’s the Summer, Sprightly, Gay (Summer), See My Many Coloured Fields (Autumn), Now Winter Comes Slowly (Winter) (aus: The Fairy Queen), Texte nach A Midsummer Night’s Dream von William Shakespeare
Meredi (*1992): Crystallized 
Wally Gunn (*1971): What Would Circe Do?


Karten: EUR 25 erm. EUR 15



MITWIRKENDE

Half my Voice is Human
Sjaella

Die gemeinsamen Wurzeln reichen in ein Alter zurück, in dem Emotionen ungehindert fließen dürfen. Sjaella ist die Seele der Frauen, die gemeinsam auf der Bühne stehen und ihren kindlichen Erfahrungsraum nicht verloren haben. Im Jahr 2005 begann eine Entdeckungsreise, die die Künstlerinnen mittlerweile durch die ganze Welt führt. Sjaella hat seit Jahren einen festen Platz in der universalen Vokalmusik-Szene, konzertiert im Rahmen renommierter Festivals und wurde mit ersten Preisen zahlreicher Wettbewerbe ausgezeichnet. Seit vielen Jahren arbeiten die Sängerinnen eng mit internationalen Komponist:innen zusammen und erweitern ihr Repertoire stetig. Derzeit widmen sie sich verstärkt englischer und deutscher Barockmusik sowie zeitgenössischer Musik im minimalistischen Stil. Auch die Alben des Ensembles spiegeln die musikalische Vielfältigkeit und wurden mehrfach von der Musikwelt honoriert. Zuletzt wurde das Album „Origins“ mit dem CARA Award (USA) ausgezeichnet.