Die traditionelle Polyphonie Georgiens übt auf westliche Sänger:innen eine enorme Anziehungskraft aus. Doch was suchen sie in diesen „fremden“ Klängen? Warum begeistern sie sich für die musikalische Identität anderer Kulturen, während mit dem eigenen deutschen Liedgut oft gefremdelt wird? Im Gespräch teilen die georgischen Sängerinnen Tamar Buadze und Karina Samuel ihre Erfahrungen über die Begegnung zweier Kulturen. Untermauert durch musikethnologische Analysen, beleuchten sie die historische Entwicklung der Szene und gehen der Frage nach, warum die Aneignung des Fremden oft leichter fällt als der Umgang mit der eigenen Tradition. Nugzar Arveladze begleitet den Austausch musikalisch. Das Publikum ist eingeladen, mitzudiskutieren, einfache georgische Lieder kennenzulernen und gemeinsam zu singen.