Sonstiges
Kulturaustausch Georgien-Deutschland – im Fremden sich selbst begegnen
02.10.2026  | 14:15 Uhr
Volkshochschule Leipzig | Raum 208

Themenschwerpunkte:
Gesellschaftlicher Diskurs
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Interkulturelles Arbeiten
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Singen
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Fokus "Building Bridges"
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Die traditionelle Polyphonie Georgiens übt auf westliche Sänger:innen eine enorme Anziehungskraft aus. Doch was suchen sie in diesen „fremden“ Klängen? Warum begeistern sie sich für die musikalische Identität anderer Kulturen, während mit dem eigenen deutschen Liedgut oft gefremdelt wird? Im Gespräch teilen die georgischen Sängerinnen Tamar Buadze und Karina Samuel ihre Erfahrungen über die Begegnung zweier Kulturen. Untermauert durch musikethnologische Analysen, beleuchten sie die historische Entwicklung der Szene und gehen der Frage nach, warum die Aneignung des Fremden oft leichter fällt als der Umgang mit der eigenen Tradition. Nugzar Arveladze begleitet den Austausch musikalisch. Das Publikum ist eingeladen, mitzudiskutieren, einfache georgische Lieder kennenzulernen und gemeinsam zu singen.



MITWIRKENDE

Kulturaustausch Georgien-Deutschland – im Fremden sich selbst begegnen
Tamar Buadze

Die studierte Sängerin und Chorleiterin Tamar Buadze gilt als eine der profiliertesten Vermittlerinnen georgischer Gesangskultur in Europa. Seit über 15 Jahren leitet sie Seminare in Deutschland und der Schweiz und schlägt dabei Brücken zwischen der jahrhundertealten, mündlich überlieferten Polyphonie ihrer Heimat und westlichen Ensembles. In ihrer Arbeit geht es ihr nicht nur um musikalische Präzision, sondern um den tiefen kulturellen Dialog und die Frage, wie die archaische Kraft georgischer Lieder heute Menschen über Grenzen hinweg berührt.

Kulturaustausch Georgien-Deutschland – im Fremden sich selbst begegnen
Karina Samuel

Karina Samuel ist Chorsängerin – unter anderem bei den Singfrauen Berlin – und ehrenamtlich im Chormanagement tätig. Seit 15 Jahren widmet sie sich intensiv der georgischen Musik, wobei Tamar Buadze ihr als Lehrerin und Wegbegleiterin zur Seite steht. Aus ihrer Perspektive als westliche Sängerin reflektiert sie die besondere Anziehungskraft „fremder“ Tonsysteme und die persönliche Suche nach musikalischer Heimat. Sie setzt sich leidenschaftlich mit der Frage auseinander, wie interkulturelles Singen als Spiegel für die eigene Identität dienen kann.