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Konzert
Let Him Kiss Me – Vertonungen aus dem Hohelied Salomos
03.10.2026  | 18:30 Uhr
Thomaskirche

Vocalforum Graz
Leitung: Franz M. Herzog
Akkordeon: Stefan Heckel
Jüdischer Synagogengesang: Aron Saltiel

Das „Schir Ha-Schirim“, auch „Lied der Lieder“ oder „Hohelied Salomos“, gehört zu den ganz besonderen Texten der Bibel. Es ist ein lyrisches Drama, dessen Sprecher und Episoden wie in einem Traum aufeinandertreffen und fantasievoll erotische Sehnsucht und himmlische Glückseligkeit zweier Liebender beschreiben. In diesem Konzert mit dem Vocalforum Graz erklingen unterschiedliche Vertonungen dieser faszinierenden biblischen Liebeslieder. Kompositionen aus der Renaissance und dem Frühbarock werden Werken der Gegenwart gegenübergestellt. Traditionelle jüdische Gesänge und rezitierende Abschnitte verleihen den Texten eine ganz besondere Farbe. Außerdem verbinden AkkordeonInterludien die Programmabschnitte.

Mit freundlicher Unterstützung der Dieter Fuchs Stiftung.

Programm:
Ralph Vaughan Williams (1872–1958): aus Flos Campi I
Traditioneller Synagogengesang aus Thessaloniki
Pablo Casals (1876–1973): Nigra sum
John Barber (*1980): Sicut lilium
Ralph Vaughan Williams: aus Flos Campi IV
Traditioneller Synagogengesang aus Thessaloniki
Claudio Monteverdi (1537–1643): Pulchrae sunt genae tue
Traditioneller Synagogengesang aus Izmir
Ola Gjeilo (* 1978): Pulchra es
Rezitation
Ralph Vaughan Williams: aus Flos Campi III
Francis Grier (*1955): Dilectus meus
Münir Nurettin Selçuk (1901–1981) trad. Sufi
Patrick Hadley (1899–1973): My Beloved Spake
Sven David Sandström (1942–2019): Let Him Kiss Me
Rabbi Zalman Schachter (1924–2014): Traditionell hassidisch
Ralph Vaughan Williams: aus Flos Campi VI
Jean-Yves Daniel Lesur (1908–2002): Eptithalame (aus: Le Cantique des Cantiques, Nr. 7)


Dieses Konzert wird von Deutschlandfunk Kultur mitgeschnitten. Sendetermin unter: www.deutschlandfunkkultur.de
 

TICKETS FÜR DIESE VERANSTALTUNG

Karten: 25,00 € | erm. 15,00 €

Konzertkarten für sämtliche chor.com-Konzerte unter chorcom.reservix.de, telefonisch unter 0761 888499 99, an den bekannten Vorverkaufsstellen sowie an der Abendkasse (ab eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn).

Karten für Inhaber:innen des chor.com-Gesamttickets: 5,00 €



MITWIRKENDE

Leitung: Franz M. Herzog

Das Vocalforum Graz wurde 1987 von Franz M. Herzog gegründet und gehört heute zu den renommierten Kammerchören Österreichs. Der Chor ist Preisträger internationaler Chorwettbewerbe und produzierte eine Reihe von CDs. Bevorzugt widmet er sich der geistlichen und weltlichen Musik des Frühbarock und der Gegenwart, wie auch zahlreiche Ur- und Erstaufführungen bei Festivals wie Liszt Festival Raiding, wien modern oder steirischer herbst bekunden. Mit dem Raschèr Saxophone Quartet erfolgte die international beachtete österreichische Uraufführung von „72 Angels“ von Lera Auerbach. Mit dem Projekt „Lumen“ wurde ein Gesamtkunstwerk mit A-cappella-Musik und Visual-Art geschaffen, bei „New Carmina“ erfolgten Uraufführungen international renommierter Komponist:innen. In den letzten Jahren hat das Vocalforum Graz im Rahmen des Festivals Voices of Spirit unter anderem mit renommierten Künstler:innen wie Voces8 sowie dem lettischen Komponisten Ēriks Ešenvalds zusammengearbeitet. 

Franz M. Herzog studierte Chordirigieren und Komposition. Als Künstlerischer Leiter des Kammerchores Vocalforum Graz und des steirischen Landesjugendchores Cantanima (2004-2013) erzielte er zahlreiche internationale Erfolge. 1994 gründete er cantus, ein Ensemble für zeitgenössische Musik und 2011 den Gospel & Jazz Choir am Johann Joseph Fux-Konservatorium Graz (JJF). Von 2012 bis 2015 war er Künstlerischer Leiter des Chorverbands Österreich und gründete den Jugendchor Österreich. Er gehörte zu den Künstlerischen Direktoren der 5th World Choir Games 2008 und der World Choir Championships 2011 in Graz. Seit 2014 ist er Künstlerischer Leiter des internationalen Chorfestivals „Voices of Spirit“ in Graz. Herzog ist international als Dirigent, Komponist und Referent für Chordirigieren tätig und ist derzeit Leiter des außerordentlichen Studiengangs für Chorleitung und Gruppenstimmbildung am JJF-Konservatorium.

Aron Saltiel aus Istanbul ist Nachkomme von 1492 aus Spanien vertriebenen sefardischen Juden, deren mittelalterliches Spanisch in der Familie gesprochen wird. Schon früh kam er in Kontakt mit traditioneller sefardischer und türkischer Musik, später beschäftigte er sich intensiv mit jüdischen Gemeinden sowie Sufi Gemeinschaften am Balkan. Er nahm Gesangunterricht bei Hedda Szamosi (Wien) und war Gründungsmitglied der Gruppe Alondra.  Zahlreiche Solo- und Ensemblekonzerte mit jüdischer und islamischer Musik führten ihn zu renommierten Festivals wie steirischer herbst, Wiener Festwochen, Semana de Musica Antigua (Burgos), Festival des Arts Traditionnels (Rennes), Syriarte, Psalm (Graz), Klezmore (Wien) sowie in weitere Städte Europas und der USA.