Verleih uns Frieden – A-cappella-Konzert mit dem Thomanerchor Leipzig
02.10.2026  | 18:30 Uhr
Peterskirche

Thomanerchor Leipzig
Musikalische Leitung: Thomaskantor Andreas Reize
Orgel: Thomasorganist Johannes Lang
Violoncello: Anna Reisener
Kontrabass: Frithjof-Martin Grabner

Der Thomanerchor Leipzig blickt auf eine über 800-jährige Geschichte zurück. Komponist:innen aus allen Epochen haben Werke für den berühmten Chor geschrieben. Die Motetten von Johann Sebastian Bach, dem bekanntesten Thomaskantor in der langen Geschichte, gehören ebenso zum Kernrepertoire des Thomanerchores wie viele Chorwerke anderer Thomaskantoren. In diesem A-cappella-Konzert präsentieren die Thomaner einen Querschnitt aus Chormusik aller Epochen mit Werken von Johann Sebastian Bach, Heinrich Schütz, Johann Walter und anderen. 

Programm:
Orlando di Lasso (1532–1594): Deus in adiutorium meum intende (Psalm 70, Florilegium Portense I)
Heinrich Schütz (1585–1672): Aus der Tiefe, ruf ich, Herr zu Dir (Psalm 131 aus: Psalmen Davids, SWV 25)
Johann Walter (1496–1570): Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen (Psalm 1)
Heinrich Schütz: Wie lieblich sind deine Wohnungen (Psalm 84 aus: Psalmen Davids, SWV 29)
Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847): Mitten wir im Leben sind (nach: Media vita in morte sumsu, Strophe 2 bis 3 von Martin Luther)
Orgelzwischenspiel
Johannes Brahms (1833–1897): Warum ist das Licht gegeben den Mühseligen (Hiob 3, 20-26; 7, 16-19)
und weitere Werke von Walter, Schütz, Hassler, Biller und Bach


Karten: EUR 35 erm. EUR 19



MITWIRKENDE

Verleih uns Frieden – A-cappella-Konzert  mit dem Thomanerchor Leipzig
Thomanerchor Leipzig

Leitung: Andreas Reize

Der Thomanerchor Leipzig wurde 1212 gegründet, ist die älteste kulturelle Einrichtung der Stadt Leipzig und einer ihrer erfolgreichsten Kulturbotschafter. Seine wichtigste Aufgabe besteht in der Pflege der zumeist geistlichen Chormusik. Die Werke von Johann Sebastian Bach, der das Amt des Thomaskantors von 1723 bis 1750 innehatte, bilden dabei das musikalische Zentrum. Regelmäßige Auftritte in den „Motetten“ der Thomaskirche Leipzig sowie die musikalische Gestaltung der Sonntagsgottesdienste stehen im Fokus der intensiven Chorarbeit und erreichen Woche für Woche mehr als 2.000 Zuhörer:innen. Heute gehört der Thomanerchor Leipzig zu den Spitzenensembles des deutschen und europäischen Musiklebens und ist in Konzert- und Medienproduktionen weltweit gefragt. Seit 2021 ist Andreas Reize der 18. Thomaskantor nach Johann Sebastian Bach.

Verleih uns Frieden – A-cappella-Konzert  mit dem Thomanerchor Leipzig
Andreas Reize

Andreas Reize studierte in Bern, Zürich, Luzern, Basel und Graz Kirchenmusik, Orgel, Klavier-Pädagogik und Cembalo sowie Chor- und Orchesterleitung. Von 2007 bis 2021 leitete Andreas Reize die Singknaben der St. Ursen-Kathedrale Solothurn, den ältesten Knabenchor der Schweiz, und von 2011 bis 2021 zudem den Zürcher Bach Chor und den Gabrielichor Bern. Seit August 2021 bekleidet Andreas Reize als Thomaskantor der Stadt Leipzig und 18. Nachfolger Johann Sebastian Bachs ein musikalisches Amt mit weltweiter Ausstrahlung. An der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig leitet er seit 2022 eine Klasse für Chorleitung und wurde 2023 zum Professor ernannt. Mit dem Thomanerchor gastiert er regelmäßig in den Musikzentren weltweit und bei Festivals im In- und Ausland. Dazu kommen Fernseh- und CD-Produktionen mit dem Weihnachtsoratorium, dem Weihnachtsliederabend, der h-Moll-Messe sowie der Matthäus- und Johannes-Passion von Johann Sebastian Bach.

Verleih uns Frieden – A-cappella-Konzert  mit dem Thomanerchor Leipzig
Johannes Lang

Johannes Lang studierte Kirchenmusik, Historische Tasteninstrumente/Cembalo sowie Konzertfach Orgel an der Musikhochschule Freiburg. Nach Stationen als Kirchenmusiker in Freiburg und als Stadtkantor in Lörrach war er ab 2016 fünf Jahre lang Kantor an der Friedenskirche Potsdam-Sanssouci sowie Lehrbeauftragter für Künstlerisches Orgelspiel, Orgelimprovisation und Cembalo am Institut für Kirchenmusik der UdK Berlin. 2022 wurde Johannes Lang in sein Amt als Thomasorganist eingeführt und ist seither in Gottesdiensten, Motetten, Konzerten und Orgelführungen in der Thomaskirche zu erleben. Ein Schwerpunkt bildet seine Beschäftigung mit dem Continuo-Spiel nach historischen Quellen an großer und kleiner Orgel sowie die Improvisation. Besondere Beachtung fand seine Initiative zum Projekt „Gravity Bach“, das am Reformationstag 2025 in 22 Stunden Bachs gesamtes Orgelwerk aufführte.