Reading Session
Credo – Six Composers, Six Parts, One Christian Faith
03.10.2026  | 11:30 Uhr
Volkshochschule Leipzig | Aula

Themenschwerpunkte:
Geistliche Musik
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Innovation
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Zeitgenössische Musik
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Fokus "Building Bridges"
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Im Jahr 325 auf dem Konzil von Nizäa zum ersten Mal formuliert, gilt das Credo als die ökumenische Form des Glaubensbekenntnisses, auf dessen Text sich alle christlichen Kirchen berufen. Zum 1700-jährigen Jubiläum hat der Carus-Verlag Aufträge an sechs renommierte Komponist:innen aus verschiedenen Kulturen erteilt, die ihre jeweilige Klangsprache eingebracht haben. Mårten Jansson (Schweden), Keiko Harada (Japan), Graystone Ives (UK), Victoria Vita Poleva (Ukraine), Martín Palmeri (Argentinien) und Dominick DiOrio (USA) haben ein einzigartiges Gesamtwerk geschaffen. In dieser Reading Session singen die Teilnehmenden gemeinsam mit dem Vocalforum Graz, das die österreichische Uraufführung gesungen hat – und vielleicht schauen auch einzelne Komponist:innen vorbei. 

In Kooperation mit dem Carus-Verlag.



MITWIRKENDE

Franz M. Herzog studierte Chordirigieren und Komposition. Als Künstlerischer Leiter des Kammerchores Vocalforum Graz und des steirischen Landesjugendchors Cantanima (2004-2013) erzielte er zahlreiche internationale Erfolge. 1994 gründete er cantus, ein Ensemble für zeitgenössische Musik, und 2011 den Gospel & Jazz Choir am Johann Joseph Fux-Konservatorium Graz (JJF). Von 2012 bis 2015 war er Künstlerischer Leiter des Chorverbands Österreich und gründete den Jugendchor Österreich. Er gehörte zu den Künstlerischen Direktoren der 5th World Choir Games 2008 und der World Choir Championships 2011 in Graz. Seit 2014 ist er Künstlerischer Leiter des internationalen Chorfestivals „Voices of Spirit“ in Graz. Herzog ist international als Dirigent, Komponist und Referent für Chordirigieren tätig und ist derzeit Leiter des außerordentlichen Studiengangs für Chorleitung und Gruppenstimmbildung am JJF-Konservatorium.

Der schwedische Komponist und Dirigent Mårten Jansson ist für seine tief bewegende Musik bekannt. Er hat im Fach Komposition an der Universität Aberdeen promoviert und sich mit seinen Werken einen Namen gemacht wie beispielsweise dem „Requiem Novum“ für Sopran, Chor und Orchester – einem Stück, das das gesamte Spektrum menschlicher Emotionen auslotet –, der „Missa Popularis“ für Chor und Streichorchester, die bald zum 350. Mal aufgeführt wird, sowie einer Vielzahl von A-cappella-Chorwerken. Seine Musik wurde von zahlreichen renommierten Ensembles aufgeführt, darunter Voces8, die Philharmonia, die San Francisco Opera, das Stockholm Saxophone Quartet und das Rimsky-Korsakov Quartet. Mårten Janssons Musik wird vom Bärenreiter Verlag, Walton Music und Notfabriken verlegt. 

Leitung: Franz M. Herzog

Das Vocalforum Graz wurde 1987 von Franz M. Herzog gegründet und gehört heute zu den renommierten Kammerchören Österreichs. Der Chor ist Preisträger internationaler Chorwettbewerbe und produzierte eine Reihe von CDs. Bevorzugt widmet er sich der geistlichen und weltlichen Musik des Frühbarock und der Gegenwart, wie auch zahlreiche Ur- und Erstaufführungen bei Festivals wie Liszt Festival Raiding, wien modern oder steirischer herbst bekunden. Mit dem Raschèr Saxophone Quartet erfolgte die international beachtete österreichische Uraufführung von „72 Angels“ von Lera Auerbach. Mit dem Projekt „Lumen“ wurde ein Gesamtkunstwerk mit A-cappella-Musik und Visual-Art geschaffen, bei „New Carmina“ erfolgten Uraufführungen international renommierter Komponist:innen. In den letzten Jahren hat das Vocalforum Graz im Rahmen des Festivals Voices of Spirit unter anderem mit renommierten Künstlern wie Voces8 sowie dem lettischen Komponisten Ēriks Ešenvalds zusammengearbeitet.