Workshop
Interreligiöse Konzertformate mit südindischer Musik entwickeln
03.10.2026  | 11:30 Uhr
Kongresshalle am Zoo | Telemann-Saal

Themenschwerpunkte:
Geistliche Musik
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Interkulturelles Arbeiten
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Performance (Konzert-Inszenierung)
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Fokus "Building Bridges"
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Dieser Workshop gibt einen Einblick in die Konzeption interreligiöser und -kultureller Konzerte, die westliche Musikstile mit südindischer Musik in Kontakt bringen. Musiker:innen aus zwei Kulturkreisen berichten auf Deutsch und Englisch von ihren Erfahrungen eines gemeinsamen Konzertprojekts, Teilnehmende erhalten Höreindrücke karnatischer Musik und von Heinrich Schütz. Die Teilnehmenden lernen musikalische Ausdrucksweisen europäischer und südindischer Musik kennen und erfahren etwas über die jeweiligen religiösen Hintergründe von barocker protestantische Kirchenmusik und hinduistischer Tempelmusik. Einige Praxisübungen zu Skalen, Rhythmen und vokalen Techniken sind ebenfalls Teil des Workshops. 

Die Inhalte des Workshops können Interessierte auch im Konzert „Indische Tempelklänge um Heinrich Schütz“ am 3. Oktober um 18.30 Uhr in der Philippuskirche erleben. Weitere Infos



MITWIRKENDE

Interreligiöse Konzertformate mit südindischer Musik entwickeln
Jochen Arnold

Jochen Arnold ist evangelischer Theologe und A-Kirchenmusiker. Von 2004-2024 leitete er das Michaeliskloster Hildesheim. 2008 wurde er mit einer Arbeit über Bachs Kantaten habilitiert und lehrt seither an der Universität Leipzig Systematische und Praktische Theologie. Seit 2014 ist er Honorarprofessor für Musikvermittlung an der Universität Hildesheim. Er leitet den Universitätschor Unicanto sowie das Sinfonieorchester Collegium Musicum Hildesheim. Seine künstlerische Tätigkeit mit dem Ensemble Gli Scarlattisti dokumentieren unter anderem zwölf CD-Einspielungen. Zu seinem Repertoire gehören sinfonische und oratorische Werke von Bach bis Jenkins, zudem ist er Komponist zahlreicher Kirchenlieder und zugleich Grenzgänger zu Pop und Gospel. Er ist Landeskirchenrat der Evangelischen Kirche von Westfalen und seit über zehn Jahren im interreligiösen Dialog engagiert. 

Interreligiöse Konzertformate mit südindischer Musik entwickeln
Violin Sisters

Hinter den Violin Sisters stehen Lalitha und Nandini Muthuswamy, die aus einer angesehenen Musikerfamilie im Bereich der karnatischen Musik stammen. Seit mehr als 45 Jahren bewahren sie ihre einzigartige südindische Musiktradition und entwickeln dabei einen ganz eigenen Stil – bereichert auch durch westliche klassische Musik, Musikethnologie, Trans-Global-Fusion-Musik und verschiedenste Traditionen der Weltmusik. Neben Tonaufnahmen weltweit zeugen sowohl das Zusammenspiel mit internationalen Künstler:innen und Ensembles als auch zahlreiche Preise von ihrer hohen Kunst. Als „Königinnen der Violine“ verbinden die beiden auf kunstvolle Weise Tradition und Innovation und erschaffen so eine faszinierende Symphonie, die Grenzen und Kulturen überwindet.

Interreligiöse Konzertformate mit südindischer Musik entwickeln
Vokalsolisten Ensemble Gli Scarlattisti

Leitung: Jochen Arnold

Das aus professionellen Musiker:innen bestehende Ensemble Gli Scarlattisti wurde 1995 von Jochen Arnold gegründet. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Musik des 17. und 18. Jahrhunderts. Dies belegen unter anderem seine zwölf CDs bei unterschiedlichen Labels (wie Carus, Chrismon, Organum und Spektral Classics) mit Werken von Schütz, Praetorius, Monteverdi, Hammerschmidt, Rosenmüller, Bach, Händel und Scarlatti. Zuweilen werden bei Konzerten stilistische Grenzen in Richtung Romantik, Avantgarde und Pop überschritten. Die interkulturelle und interreligiöse Perspektive ist dabei ebenfalls im Blick. Konzertreisen und Festival-Auftritte führten das Ensemble unter anderem nach Nürnberg, Bern, St. Gallen, Frankfurt, Torgau, Erfurt, Berlin und Stuttgart. Beim Deutschen Evangelischen Kirchentag war Gli Scarlattisti mehrfach live wie auch im Fernsehen präsent. Für die letzte Rosenmüller-Produktion erhielt das Ensemble den Supersonic Classic Award der internationalen Plattform Pizzicato.