Workshop
Männerchöre, seid ihr noch zu retten?
28.09.2024  | 14:30 Uhr
Hannover Congress Centrum | Blauer Saal

Themenschwerpunkte:
Männerchor
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Gesellschaftlicher Diskurs
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Fokus "Auf-/Umbrüche"
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„Männerbünde, Burschenschaften, Bier“ – oft sind diese Klischees mit dem Begriff Männerchor verbunden. Wie geht ein Ensemble damit um, wenn die Öffentlichkeit diese Bilder auf den eigenen Chor projiziert? Solche Assoziationen nimmt das Ensemble ffortissibros als Ausgangspunkt, um Strukturen, Muster und Verhaltensweisen in der Männerchorszene unter Berücksichtigung von Fachmeinungen zu diskutieren. Es ist ein allgegenwärtiges Thema für das Ensemble geworden, welches regelmäßig für Diskussionsstoff sorgt. Oft ohne Antwort.
Der Workshop bietet einen offenen Diskurs, lässt Ensemblemitglieder und eine Musikwissenschaftlerin  zu Wort kommen und thematisiert die Möglichkeiten und Potenziale von Männerchören in der heutigen Gesellschaft.



MITWIRKENDE

Der junge Männerkammerchor ffortissibros fand seinen Ursprung am Musikgymnasium “J.W. v. Goethe” in Schwerin. 2021 übernahm Benedikt Kantert die musikalische Leitung und 2022 siegte das Ensemble beim renommierten Cornwall International Male Choral Festival. 2023 folgte der erste Platz beim 11. Deutschen Chorwettbewerb in Hannover. Das Ensemble arbeitet regelmäßig mit Orchestern und anderen Klangkörpern zusammen, tritt im In- und Ausland an besonderen Orten wie dem Gewandhaus zu Leipzig und dem Dom zu Pisa auf und singt bei Festivals wie den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern oder der Greifswalder Bachwoche. Neben dem klassischen Konzertprogramm begeistern die ffortissibros ein generationsübergreifendes Publikum durch alternative Konzertformate, pädagogische Arbeit und die Uraufführung von Werken vergessener und neuer Komponist:innen über die Genregrenzen hinaus. 

Susanne Rode-Breymann ist Professorin für Musikwissenschaft mit einem Schwerpunkt in Gender Studies und leitete von 2010 bis 2024 als Präsidentin die Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. In dieser Zeit war sie von 2017 bis 2023 Vorsitzende der Rektorenkonferenz der deutschen Musikhochschulen und von 2021 bis 2023 HRK-Vizepräsidentin für Kooperation und Vielfalt innerhalb des Hochschulsystems. Sie studierte in Hamburg Alte Musik, Musikwissenschaft, Kunstgeschichte und Literaturwissenschaft, war Wissenschaftliche Mitarbeiterin an den Universitäten Bayreuth und Bonn und 1999 bis 2004 Ordinaria für Historische Musikwissenschaft an der Hochschule für Musik Köln. 2006 gründete sie in Hannover das Forschungszentrum Musik und Gender.

Felisa Mesuere studierte zunächst Liberal Arts and Sciences an der Universität Freiburg und am University College London. Für ihre Abschlussarbeit über Geschlechterambiguität in Monteverdis „L‘Orfeo“ erhielt sie den Erasmus Prize for the Liberal Arts and Sciences 2018. Anschließend absolvierte sie einen Master in Musikwissenschaft und Musikvermittlung an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Seit 2021 ist sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Forschungszentrum für Musik und Gender in Hannover tätig. Ihr Dissertationsprojekt befasst sich mit biografischen Ansätzen zu Genderfluidität inzeitgenössischen Musiktheaterwerken.